Peters Brauhaus
Restaurant Kritik



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Kleine Geschichten rund um Köln und Kölsch...

Kölsche und kölsche Brauhauskultur sind ein weites Feld. Mit unserem kleinen Brauhaus-Brevier möchten wir vor allem den „Imis“ unter Ihnen ein wenig Hilfestellung geben. Und schon sind wir mitten drin...
Ein „Imi“...
ist ein Nicht-Kölner – also ein „imitierter Einheimischer“. In dieser Formulierung steckt schon das erste Geheimnis: Fremde dürfen sich immer auf der Vorstufe zum echten „Kölner“ fühlen, werden also mit offenen Armen empfangen. So ist Imi ein scherzhafter, nicht böse gemeinter Titel, der auf die große Liberalität und die besonders weltoffene, gastfreundliche Kultur der Kölner hinweist.

Köbes sein ist Beruf aus Berufung! Ein flottes Mundwerk gehört dazu.
Der kölsche Köbes... ist der Kellner des Brauhauses, was Sie aber nie dazu verleiten sollte, ihn mit „Herr Ober“ oder „Herr Kellner“ anzureden. Das belastet die Beziehung gleich enorm. Denn der kölsche Köbes ist eine besondere Figur, die zum Brauhaus gehört wie das kölsche Kölsch. Historisch betrachtet, geht der Name zurück auf den männlichen Vornamen „Jacob“. Im Mittelalter machten die Pilger auf dem Jakobusweg in Köln Zwischenstation und verdienten sich in den Brauhäusern ein paar Groschen als Bedienung. Weil „Jakobuspilger“ einfach zu umständlich ist, wenn man Durst hat, wurde zuerst „-pilger“ weggelassen und schließlich nur noch „Köbes“ gerufen. Seinen Stolz hat der Köbes dadurch aber keinesfalls verloren. Das erklärt wohl auch die freundlich-ruppige Art, die seine Hoheit manchmal an den Tag legt (aber keine Sorge, das Peters Brauhaus ist das freundliche Brauhaus, und dies wissen auch seine Köbesse!). Der Köbes ist traditionell fit, flott - und schnell mit einem frechen Spruch zur Stelle. So kann bei der Bestellung eines Mineralwassers schon mal die Rückfrage kommen: „Möchten Sie baden oder was trinken?“. Denn für den Köbes gibt es nur ein wirkliches Getränk: das Kölsch!

Ein frisches Kölsch und ein guter “Klaaf”: typisch Köln!
Bestellungen... sind zumindest beim Kölsch meist unnötig: Der Köbes bringt gerne ein neues Glas, sobald der Gast leergetrunken hat. So lange, bis man erhebliche Gegenwehr oder deutliche Anzeichen von „Müdigkeit“ zeigt. Sein Begehr kann man allerdings durch Blickkontakt unterstreichen - aber es geht trotzdem immer der Reihe nach! Gerichte von der Fooderkaat, der Brauhaus-Speisekarte, und alternative Getränke sollten wie anderswo auch geordert werden.

Das Kölsch...
bringt der Köbes traditionell in seinem Kranz, dem runden Tragegestell und in der Stange, dem zylindrischen 0,2-Liter-Glas. „Große“ Biere sind zwar auch zu haben - aber warum? (siehe Bestellungen). Denn ein Kölsch ist ein lebendiges Bier, das seinen vollen Geschmack frisch gezapft am besten entfaltet. In manchen Brauhäusern bestehen die alten Stammgäste deshalb sogar auf der 0,1-Liter-Mini-Stange. Aber das sorgt für Probleme - nicht im Geschmack, aber mit dem Eichamt...

Platzsuche...
sieht im Brauhaus etwas anders als woanders aus: Während im normalen Lokal der Gast einen freien Tisch sucht, sucht der Kölner im Brauhaus das Gespräch, den "Klaaf". Denn Brauhäuser sind Nachrichtenbörsen und Kommunikationsstätten – und so setzt man sich einfach dazu, wenn "verzällt" wird. Und ist umgekehrt auch nicht schockiert, wenn sich ein anderer neben einen setzt, auch wenn noch Tische frei sind. Aber meist ist dies sowieso nicht der Fall...

Im Brauhaus gibt´s immer was auf den Deckel - die Rechnung auf kölsche Art
Die Rechnung... steht im Brauhaus immer auf dem Bierdeckel. So macht der Köbes je Kölsch einen Strich bzw. schreibt den Betrag für ein Gericht auf den Rand des Filzes. Das Prinzip lautet: Vertrauen gegen Vertrauen. Unbliebt sind deshalb "Knibbler". "Drink doch ene met..." Übrigens: Der Köbes hat (meist) ein generelles "Mittrinkverbot", die anderen Gäste am Tisch nicht. Dabei sollte man sich aber nicht aufdrängen und das Zustandekommen eines Gespräches abwarten. Dann ist der Kontakt mit der Runde sehr einfach und beliebt...

Trinkgeld...
nimmt der Köbes dagegen sehr gerne - und reichlich. Im Ernst: Natürlich ist das Bedienungsgeld im Preis enthalten - aber wer freut sich nicht über eine "Zugabe". Vor allem dann, wenn die Bedienung freundlich und gut war, sollten Sie davon Gebrauch machen und die Höhe danach bemessen. Ein zusätzliches Lob sollte dann allerdings auch nicht fehlen.

Kölscher Dialekt: Eine Kunst für sich
Op Kölsch... , dem Kölner Dialekt, hören sich auch harte Sachen weich an. Und manch Wort, das woanders eine glatte Beleidigung wäre, ist hier freundschaftlich gemeint. Aber versuchen Sie sich daran als Sachse, Nordlicht oder gar Müchner lieber nicht. Das braucht Übung und langjährige Erfahrung. Und man liebt hier die kölsche Sprache. Also belassen Sie es im Zweifelsfall lieber beim Hochdeutsch.

Stammtische...
haben in vielen Brauhäusern einen festen Platz. Diesen Rang und das damit verbundene Schild sollten Sie beachten. Man wird Sie gerne mit einbeziehen, wenn Sie wollen und freundlich weichen. Und sicher auch mit dem ein oder anderen Kölsch belohnen.

Klassen...
gibt's im Peters Brauhaus nicht, nur klasse Kölsch. Privilegien - zumindest der herkömmlichen Art - sind hier unbekannt. Im Brauhaus sitzt der Schlosser neben dem Künstler, der Millionär neben dem Rentner. Denn vor dem Köbes sind sowieso alle Menschen gleich. Auch das ist ein Stück Kölner Seele und Kultur...

So, nun wissen Sie schon eine ganze Menge mehr. Auf ins Peters Brauhaus! Der Praxis-Test erwartet Sie gleich am Alter Markt. Und ein frisches Peters dazu...


 

Hier ist Köln zu Haus:

Peters Brauhaus
Mühlengasse 1
50667 Köln

Tel. 0221 - 257 39 50
Fax 0221 - 257 39 62

info@peters-brauhaus.de
www.peters-brauhaus.de
 

Öffnungszeiten:

täglich von 11.00 bis 24.30 Uhr
Küche von 11.30 bis 24.00 Uhr

Anfahrt:

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Reservierungen:

Tel. 0221 - 257 39 50
Fax 0221 - 257 39 62
reservierung@peters-brauhaus.de

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